Auf der Reise des Lebens durchläufst du als Mensch verschiedene Dimensionen deines „Ichs“.
Wie ein Baum wächst auch dein Wesen:
Verwurzelt im Überleben, geformt durch deine Erfahrungen und getragen vom Licht deines wahren Seins.
Dieses Buch lädt dich ein, tief in die Welt deiner eigenen „Ich-Formen“ einzutauchen. Durch Gedichte, Metaphern und innere Bilder eröffnet sich ein Weg vom Überlebens-Ich über das Erlebens-Ich bis hin zum Mitlebens-Ich, hinein in eine Dimension von Vertrauen, Bewusstsein und innerer Freiheit.
„Ich Mensch Universum“ erinnert daran, dass nichts außerhalb von dir existiert und dass du der Schöpfer deiner Wirklichkeit bist.
Eine Seelenpoesie über Wandel, Wachstum und die Erinnerung daran, wer du wirklich bist.
Vorwort
Das hier ist eine Seelenpoesie, in der du deine Geschichte selbst liest und schreibst!
Nichts auf dieser Erde existiert außerhalb von dir. Du bist der Mittelpunkt deines Lebens. Dies zeigt sich in Form von Dimensionen des eigenen „Ichs“.
Alles verändert sich ständig und überall. Nichts bleibt bestehen. Alles ist im Wandel!
In diesem Buch geht es nicht darum, wieder etwas zu leisten oder jemand zu sein, der du in Wirklichkeit nicht bist.
Es geht um drei „Ich-Formen“, die sich in der Entwicklung des Menschen offenbaren und an denen man wachsen kann.
Es geht also um dein persönliches Universum!
Drei Dimensionen der "Ich-Form"
Wie du wahrscheinlich bereits weißt, existieren viele Dimensionen. Viele „Ich-Formen“ zeigen sich im Laufe eines Lebens.
Ich möchte dir nun offenbaren, wie sich drei dieser „Ich-Formen“ mit einem Baum vergleichen lassen und was das für dein Leben bedeuten kann.
Nehmen wir an, du bist ein wunderschöner, kraftvoller Baum. Du besitzt Wurzeln, einen Stamm, viele Verästelungen und ein Blätterdach als Krone.
Du wirst gepflanzt, also geboren. Zuerst sind dein Stamm, die Verästelungen und auch die Krone klein, fast unscheinbar. Was du als Allererstes wirklich brauchst, um ein wunderschöner Baum zu werden, sind kraftvolle, starke Wurzeln.
Gleichzeitig gibt es dann einen Zeitpunkt, an dem der Stamm und die Verästelungen auch zu wachsen beginnen.
Danach widmet sich der Baum seinem Kronendach, er lässt die Blätter wachsen. Sie sind leicht, fast durchlässig und werden vom Wind getragen. Sicher, es brechen immer noch Zweige ab. Aber der Baum weiß, dass alles zu seinem Wohle geschieht, und er kommt gar nicht auf die Idee, sich plötzlich wieder nur um die Wurzeln oder die Verästelungen zu kümmern. Er steht im Vertrauen seines Lebens.
Der Lebensbaum
Ein Samen, vom Wind getragen,
fliegt über Wälder und Wiesen,
ohne zu fragen.
Mal geht’s rauf, mal runter,
Mutter Erde meint:
„Jetzt wird’s noch bunter!“
Dann bleibt der Samen plötzlich stehen,
der Wind, der meint:
„Hier, hier wird’s wohl gehen!“
Der Samen gräbt sich in die Erde,
damit ein schöner Baum er werde.
Zuerst, da sind die Wurzeln dran,
sie sind wichtig,
damit er später stark sein kann.
Der Stamm hat keine Zeit zum Ruh‘n,
auch die Äste wissen genau,
was sie tun.
Dann im Frühling,
da kommen die Knospen nun,
geformt werden Blätter,
und auch jetzt
gibt‘s wieder einiges zu tun.
Damit er groß und stattlich werden kann,
vergehen noch Jahre,
doch eines Tages dann.
Meint er:
„So, jetzt werd ich langsam still,
ich genieß die Erde
und mach, was ich will!“
Ich lasse mich vom Wind bewegen,
genieß die Sonne und den Regen.
Tanze im Sturm ganz frei und wild,
mal im Herbst ein schönes Bild.
Schließlich bin ich ein Baum
und lebe hier.
Ich habe meinen eigenen Raum,
vertrau dem Leben
und auch mir.
Denn ich bin mein Leben,
Mutter Erde,
sie sorgt für mich
und wird mir alles geben.
Und eines Tages,
wenn ich muss gehen,
dann werdet ihr einen neuen Samen sehen.
Dieser wird dann wieder fliegen,
über Wälder, über Wiesen.
Bis der Wind wieder meint:
„Hier, hier wird’s gehen,
hier bleiben wir stehen!“
MentaPhys
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